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Analyse des Wahnsinns

"Ich kämpfe, das heisst, ich lebe.
Ich lebe, es bedeutet, ich kämpfe..."
ein bretonnischer Held zu einem imperialen Gelehrten

arhammer-Welt ... Unzählige Völker, geheimnissvolle Länder, die Bösen und die Guten, die Schwachen und die Starken. Eine Welt voller Gefahren und Abenteuer , eine richtige Herausforderung für die Schlachtwütigen, Draufgänger und die Leute , die jede Menge Schwierigkeiten suchen.Der Kampf ist die Philosophie, das Überleben ist der Sinn. Kämpfen um zu überleben, überleben um... Um was ? Das ist die Frage , die wir uns stellen sollten. Die einzige Antwort , die ich bisher gefunden habe war - um weiter zu kämpfen. Der Kreis schließt sich. Soviel zum Thema "Der Sinn des Lebens" in der Warhammer-Welt. Und tatsächlich, alles was wir über diese Welt wissen, dreht sich um den Krieg, gnadenlosen, ununterbrochenen Krieg, einen Krieg , der sich über Jahrtausenden hinauszieht. War diese Welt wirklich so brutal und sinnlos, oder sind es nur die mangelhaften Überlieferungen, die in unsere wissbegierige Hände angelangt sind? Aus den alten Manuscripten erfuhren wir von den berühmten Kriegern, mächtigen Zauberern, großen Königen, aber in keinem diesen Büchern war je ein normaller Mensch erwähnt , ein ganz hormaller durchschnittlicher Bürger, der morgens früh aufsteht, um seinen beruflichen Pflichten nachzugehen , anstatt ein paar Orks zu erschlagen, oder den ersten über den Weg laufenden Skaven zu erwürgen. Nicht daß es nicht heldenhaft wäre, all die Übermacht des Bösen stoisch zu bekämpfen, aber wird es nicht auf Dauer etwas langweilig ? Irgendwann muss sich sogar ein Held eine Pause göhnen (und wenn es auch ein bretonnischer Held ist...)
nd wer ermöglicht auch das Ganze ? Oder anders ausgedrückt wer arbeitet in der Warhammer Welt, wer stellt alles her . Wie wir wissen , ist der Krieg eine ziemlich kostenspielige Angelegenheit, über die man sehr scnell die jegliche Kontrolle verlieren kann. Und angesichts der Ausmasse, die der Krieg in der Warhammer-Welt annimmt, jeder kämpft gegen jeden, und es sind auch recht viele da, die man als "jeder" bezeichnen konnte, also angesichts dieser Tatsache, muss es nicht einfach teuer sein, sondern unmöglich teuer. Man muß es sich vorstellen, hunderte von Armeen, Tausende, Millionen von Kriegern. Wo kommen die alle her ??? Wer bezahlt den Unterhalt der Armeen, wer liefert die Lebensmittel für sie, all das Zeug, dass eine Armee am Leben erhält, Waffen, Munition, Kleidung, Lebensmittel, Nachschub usw. Wer macht es ?
m das alles zu ermöglichen, diese Schlachten, Festungen, Armeen, muß es doch irgendwo das gemeine Volk geben und es betrifft nicht nur die Menschen, sondern die Orks z.B. auch. Ich weiss, die Orks sind faul, brutal , dumm und grün. Aber allein die Tatsache, dass sie gruen sind, bedeutet beim besten Willen noch nicht, daß sie nichts zum Essen brauchen, oder zum Anziehen. Also muss es die Orks-Bauern geben, die die Felder bestellen, Kinder zeugen und ein Familienleben führen. Ich weiss, es ist unmöglich vorzustellen, aber wie kann Eurer Ansicht denn nach eine ganze Rasse existieren, die die ganzen Länder bewohnt, mit Städten und Dörfern, ohne die Landwirtschaft zu betreiben ? Ein Gelehrter, dessen Name ich hier nicht unbedingt zu verkünden vermag, schrieb in einem seiner Bücher über die Orksgeschichte, dass die Grünlinge sich von der Jagd ernähren. Ok, es ist nicht zu bestreiten, dass die Jagd eine wichtige Rolle im Leben eines Orks spielte, all die Jagd-Rituale, besonders die Wildschweinejagd bei der Männlichkeitsprüfung. Aber Sie können doch nich im Ernst meinen, dass ein ganzes Volk, das Millionen von Lebewesen aufzählt, von der Jagd leben kann. Jeder der sich nur ein wenig mit der Wirtschaft auskennt, kann Ihnen bestätigen, dass nur die kleinen Populationen über eine wirklich lange Zeitstrecke es schaffen können, mittels Jagd sich am Leben zu erhalten.
enauso betrifft es andere Völker der Warhammer-Welt. Nehmen wir mal die Zwerge. Wie ernähren sich denn die guten in ihren Höhlen ??? Weiss es jemand ? Poliorketes vielleicht ? Ohne Sonnenlicht gibt es keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Tiere, ohne Tiere ... kein Essen. So einfach ist es. Sie können zu mir sagen, dass es Dinge gibt, die ich vielleicht nicht weiss oder Pflanzen, die vielleicht kein Sonnenlicht brauchen. Allerdings kann es das alles geben, aber wir wissen es nicht und so landen wir an der Stelle, wo wir angefangen haben. Was war Warhammer-Welt, abgesehen von der Kriegsgeschichte ??? Eine große Frage, die von den Gelehrten der Zukunft noch beantwortet werden muss. Ich finde, wir haben in unseren früheren Forschungen über die Alte Welt viel zu sehr auf die militärische Aspekte dieses Zeitalters konzentriert und das alltägliche vergessen. Diesen Fehler müssen wir so schnell wie möglich korrigieren.
it Sicherheit werden viele militante Persönlichkeiten aus den offiziellen Kreisen mich als jemandem darstellen, der sich auf Nebensächlichkeiten konzentriert, die nichts mit "wahrem" Sinn des Lebens haben, dem Kampf ums Kampf. Das nehme ich diesen Menschen nicht übel, sie sind die Opfern ihrer Zeit, sie können eben nichts dafür...

16.07.1999 by Wychhunter

Die Antwort von Poliorketes - Gates of Dawn

Natürlich essen Zwerge, und sicherlich nicht Orks. Zwerge nutzen seit Jahrtausenden extensiv die Ressourcen ihres Bergreiches: Getreideanbau, Milchwirtschaft (vor allem Ziegen und Schafe) usw. Viele Lebensmittel werden aber mittlerweile aus dem Imperium importiert, während Zwergenbier exportiert wird. Übrigens setzt das Brauen von Bier ja schon das Vorhandensein landwirtschaftlicher Produkte wie Gerste, Hopfen oder Malz voraus.

20.07.1999

Der Kommentar von Robert Gotter

Tatsächlich ist jede Art von Konfliktführung immer mit dem Verbrauch von angesammelten Resourcen verbunden. Allein schon aus dieser Tatsache heraus kann kein Konflikt "ewig" währen (von dem Zeitversatz im Chaos mal abgesehen), und deshalb brennen alle Kriege früher oder später aus.
Aber wo diese Resourcen herkommen ist meiner Meinung nach in der Alten Welt nicht genügend geklärt. Nehmen wir nur einmal das Empire, von dem wir ausgehen können, das es landwirtschaftliche und handwerkliche Produktionsstätten zu genüge gibt. All die Überfälle duch Chaos, Orks, Skaven und Untote dürften bei der beschriebenen Regelmäßigkeit das Imperium schon vor langer Zeit allein durch den Verbrauch von Kriegsgütern zum Zerfall gebracht haben, von den anderen Rassen gar nicht zu sprechen.
Als einzige Erklärung kann ich mir nur vorstellen, das sich die Geschichtsschreibung ausschließlich mit den Konflikten befaßt, und diese in vielen Fällen maßlos übertreibt (ein Nekromant mit 5 Skeletten wird zu einer durch Talabecland marodierenden Armee), also im ganzen nicht so richtig realistisch.....
Sagte ich realistisch? Wir sind doch in einer Fantasy-Welt..... vergeßt was ich geschrieben hab.......
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16.08.1999 by witchhunter