skarloc.de > Warhammer mit anderen Augen >

Gedanken ...
 
- Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut ...
- War denn wirklich alles sehr gut ? ....
- ...

nd die Welt öffnete sich... und sie trug einen Namen...Warhammer... ein Name der zu einer Welt nicht paßte, aber so wurde die Welt genannt... und nicht anders... so sind die Wege, und so sind die Ziele... Bauen um zu zerstören, töten um am Leben zu bleiben... Die Widersprüche dieser Zeit erlauben es uns hineinzuschauen und die, die es nicht wollen, gehen einfach woanders hin ... Nur diejenige, die bleiben, werden Dinge sehen, die sonst keiner sah oder sehen wird, erstaunliche Dinge, Dinge die man zuerst begreifen muss, bevor man sie akzeptiert... so und nicht anders...

ch war auf der Reise und sah vieles... ich sah die Strassen, die endlos waren... ich sah Paläste, die das Firmament durchstachen... wundersame Geschöpfe, die in ihrer Einzigartigkeit unübertroffen waren... und Gelehrten sprachen zu mir und erzählten von Ländern und Erscheinungen, die ich mir sonst niemals vorstellen könnte... ich sah Völker dieser Welt, die waren zahllos... Millionen von Geschöpfen, die an mir vorbeizogen... Manche in den Krieg, andere nach Hause... einige suchten nach der Wahrheit, andere nach dem Tod... manche waren vernünftig und einige furchterregend... die gingen alle irgendwohin, die sahen mich nicht, aber ich sie...

o wurde ich weise... so lernte ich diese Welt kennen... ich wollte sie umarmen, ich wollte mich in ihr auflösen, ich wollte ein Teil von ihr werden... ich hatte Angst davor, aber die war nicht zu spüren... ich dachte an Gezeiten, die sich langsam wechselten und wenn ich es tat, blieb die Zeit stehen und ich spürte wie sie mich umringte... sie gab mir zu wissen, es gibt Dinge, die nicht möglich sind, solange wir an dem festhalten, was uns geformt hat...

nd dann ging ich weiter durch diese Welt... ich wollte um sie fliegen, aber die Drachen sahen mich nicht... ich wollte durch diese Welt reiten, aber die Pferde waren alle an Pest gestorben... und so ging ich zu Fuss... ich wanderte durch die uralte Wälder und beobachtete ihr Leben... sie waren lebendig, die Bäume konnten reden, nur hörte sie keiner... außer mir...

rgendwann kamen die Menschen, die nicht mehr Menschen waren... sie litten und ihre Qual brachte mein Herz zum Weinen... sie suchten nach Ausweg, aber es gab keinen... diese Welt war eine Falle, niemand konnte sie verlassen, sobald sie einmal betreten wurde... unsichtbare Ketten legten sich um den Hals und Gelenke und hielten die fest, die naiv genug waren an sich selbst zu glauben... und viele glaubten sich entreißen zu können, aber schon seit Anbeginn der Zeit wurde die Freiheit nach der Länge der Kette gemessen....

erzweiflung durchdrang mich...etwas war falsch...etwas ist anders geworden...nur konnte ich es nicht sehen, konnte es nicht anfassen...ich rannte und rannte und vor meinen Augen entstanden Zivilisationen...sie blühten auf um zu verwelken...andere Völker kamen auf ihre Stelle um stark zu werden...und diese Stärke wurde zu ihrem Verhängnis...aus der Stärke wurde Schwäche geboren, aus Schwäche Zerfall...so ist nun mal der Lauf der Zeit...alles ist vergänglich...ich bin es auch...

ines Tages spürte ich etwas...etwas lag in der Luft...kein Geruch oder Nebel...es war etwas was Kraft hatte, Kraft die Dinge zu ändern, Kraft die Berge zu verschieben und die Erde zu erbeben...Kraft , die nur wenige beherrschten...ich war keiner von ihnen...aber ich sah diejenige, die es taten...verschieden waren sie...wie die Wolken im Himmel...weisse Wolken gab es zwischen ihnen, die waren wunderschön und gütig...die andere waren schwarz, wie ein Gewittersturm...jeder strebte nach Perfektion...und keiner fand sie...

nd wieder sah ich Menschen... es waren wirklich Menschen... sie kämpften und starben... sie liebten und haßten sich... sie waren Menschen... ihre Städte wuchsen und gediehen... ihre Anführer wurden stärker und dunkler... und die alten Völker wichen zurück vor diesem Protz... die Alten bildeten sich ein, sich selbst zu helfen, in dem sie den Jungen halfen... das war ihr Fehler... das wurde ihr Untergang... sie waren zu alt, sie waren zu weise, sie verloren die Perspektive...

nd dann kam der Schrecken... er kam von überall her... aus der Erde... aus dem Norden... aus den Gräbern... aus dem Osten... der Schrecken lauerte auf jeder Ecke... hinter jedem Busch versteckte sich das Böse... jeder Schritt wurde mit Schmerzen bestraft... die Manifestationen des Bösen wurden immer entsetzlicher, ihre Gestalten wurden immer alptraumhafter... niemand verstand es... und niemand sollte es auch verstehen....

ch dachte, ich kenne die Antwort... ich dachte die Welt ist eine Waage... und die Kraft hält es in Gleichgewicht... so wurde das Böse erschaffen und als das Böse siegte, erschuf man das Gute und gab ihm die Kraft das Böse zu besiegen... und nichts war an sich böse, sowie nichts war an sich gut... Alles war die Welt... die Welt war Alles...

eider waren die Menschen zu klein um es zu verstehen... und die, die gross waren , wollten es nicht mehr begreifen... also konnte niemand was ändern... der Kampf ging weiter... Grün gegen Rot... Schwarz gegen Weiss... Stahl gegen Fleisch... Welt gegen Alles... ein ewiger Kampf... und kein Held war ewig... sie starben alle... die Helden kamen in Himmel, die Soldaten kamen nach Haus... das sagte nicht ich, aber ich hörte es jemanden sagen... so schrieb ich es auf...

nd die Götter sahen alles an, was ich geschrieben habe... es war nicht sehr gut... und sie sagten zu mir, ich muss weiter suchen... ich fragte wonach... sie sagten, sie wüssten es nicht... dann seid Ihr keine Götter, antwortete ich... und so waren die Götter erzürnt... aber ich war ein Teil von dem was sie geschaffen haben, also war ich sehr gut... und die Götter ließen mich gehen... sie konnten nicht anders... es war noch nie einfach ein Gott zu sein...

ch strebte nach Antworten... fand aber keine... ich traf jemand, er sagte zu mir, es gäbe auch keine... das wollte ich nicht glauben... ich wollte nichts, was endgültig ist, und so erschuf ich meine Welt...  die war anders als die um mich... und anders als die auf den Bildern, aber ich fühlte mich wohl, ich atmete wieder... so und nicht anders... für immer und ewig...

12.02.2001 by witchhunter