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"Vieles was eins war ist verloren, da niemand mehr lebt, der sich erinnert. Und was nicht in Vergessenheit hätte geraten dürfen ging verloren. Geschichte wurde Legende, Legende wurde Mythos." - Herr der Ringe -

Charles Grant, ein Pionier des Tabletop

White Dwarf 1 englisch (41170 Byte)

White Dwarf 1 englisch

White Dwarf 1 deutsch (45039 Byte)

White Dwarf 1 deutsch

White Dwarf 1 französisch (34088 Byte)

White Dwarf 1 französisch

Warhammer, wie alles anfing...

Vor etwa 25 Jahren, als in England Rollenspiele "in" waren, entschlossen sich zwei clevere Jungs (Ian Livingstone und sein Freund Steve Jackson), ein Strategiespiel mit Pappcountern als Spielfiguren zu entwerfen, was man ohne Spielplan auf einem ganz normalen Tisch spielen konnte (daher der Name "Tabletop"). Und so zogen sie damit über Englands Wochenmärkte und verkauften ihre Anleitung aus dem Kofferraum ihres Wagens heraus. 

Bald wurde einer der führenden Köpfe von "Citadel" auf sie aufmerksam und bat die beiden, eine Spielanleitung für die neuen "Herr der Ringe"-, Miniaturen zu entwerfen (die zu diesem Zeitpunkt nur auf der gängigen Fantasy-Welle "mitschwammen"), um diesen einen praktischen Nutzen zuzuführen, als einfach nur hübsch ansehnlich zu sein. Dies war 1977 die Geburtsstunde einer kleinen Garagenfirma "Games Workshop" und dem ersten Tapletop-Spiel, das dann den Kunden von Citadel als Gratisbeilage mit den Zinnfiguren geliefert wurde. 

Bald folgte die zweite Auflage des Strategiespiels sowie ein Rollenspiel, um auch den Fans dieses Genres auf sich aufmerksam zu machen. Was dann dazu führte, daß sich die dritte Auflage mehr an einem Rollenspiel orientierte, da es zu dieser Zeit definitiv mehr Fans davon gab als Tapletop-Fans. Damals besaß die Firma eine ganze Reihe von Lizenzen, unter anderem von Avalon Hill, Chaosium und TSR, und gab mehrere erfolgreiche Spiele, wie z.B. Doctor Who oder Valley of the four Winds heraus. 1988 übernahmen Rick Priestly und Bryan Ansell, der 1976 Citadel Miniatures gegründet hatte, Games Workshop. Beide hatten zuvor für Jackson und Livingstone gearbeitet.

Rick Priestley verhalf dem Ganzen (unter anderen mit seinen Ideen für diverse Erweiterungen) zu einem gewaltigen Sprung nach vorne. Aus seiner Feder stammen auch heute noch viele Codex- und Armeebücher.

Mit der Entwicklung von Warhammer wurde das breite Spektrum an Spielen aus früheren Jahren abgestreift, und man spezialisierte sich zunehmend auf die Entwicklung eigener Spiele, für die Citadel Miniatures die Zinnfiguren fertigte. Es wurden also Spiele für Miniaturen und Miniaturen für Spiele entwickelt.

Dem scharfsinnigen kaufmännischen Verstand von Bryan Ansell ist es zu verdanken, daß Games Workshop zu einer millionenschweren Firma wurde. 1991 verkaufte Bryan Ansell, unter anderem aus gesundheitlichen Gründen, für zehn Millionen Pfund die Firma an ein Bankenkonsortium, das auch heute noch Besitzer von Games Workshop ist.

Tom Kirby, der bis dahin Studio Manager war, investierte zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Chris Prentice einen größeren Betrag, und war fortan Direktor der Firma.

 
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