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Badruk (Baddie) Schäd’lspalta

Wer auf dem Games Day 2000 war, ist vielleicht auch der Besitzer der von Brion "Orkmeister" Nelson modellierten, exklusiven Games Day Miniatur – einem mächtigen Ork mit einer großen Zweihandaxt! Gav Thorpe, seines Zeichens Spieldesigner, war der Meinung, dass diese Miniatur etwas ganz Besonderes wäre, und hat sich daher einen Hintergrund für das Modell einfallen lassen Badruk Schäd’lspalta und ein paar Regeln für die Grünhaut entwickelt. So wurde Badruk Schäd’lspalta geboren, die Geissel der Grauzwerge von Karak Norn. Gerüstet mit einer wirklich großen Axt, einem erbeuteten Zwergenamulett und einer gehörigen Portion orkischer Kampfeslust ist Badruk (Baddie für seine Freunde…) der Schrecken seiner Feinde und kann jetzt auch deinen Spieltisch heimsuchen. Badruk mag es mehr als alles andere, gegen Zwerge zu kämpfen – sogar mehr, als Goblins zu treten! Erstens sind Zwerge, an ihrer Größe gemessen exzellente Krieger, so dass sie einen unterhaltsamen Kampf bieten. Zweitens halten sie eine Menge aus (im Gegensatz zu den weichlichen Elfen), so dass er Gelegenheit erhält, seine Muskeln etwas spielen zu lassen, und drittens rennen sie nicht weg, wenn es gerade am lustigsten ist, und wenn doch, dann kommen sie selten weit genug. Sie sind für ihn, was die Orks zuweilen als "Skumgrod" – "Lieblingsfeind" – bezeichnen. Schäd’lspalta hat sein Lager im Grauen Gebirge aufgeschlagen, um möglichst nahe bei seinen Lieblingsfeinden zu sein. Die Grauzwerge von Karak-Norn kennen ihn gut – wenn nicht aus persönlichen Erfahrungen, dann wenigstens seinen Ruf. Im Laufe der Zeit sind ihm dermaßen viele Zwerge zum Opfer gefallen, dass es kaum noch Familien gibt, die nicht wenigstens einen Verwandten oder Freund durch ihn und seine Jungz verloren haben. Man schrieb das Jahr ‘56, als Badruk das erste Mal auftauchte. Manche behaupten, er verfolgte die Spur eines verwundeten Bergwerkers, der in den Bergen Zuflucht suchte. Andere glauben, dass er sich nach einem Überfall einfach verlaufen hatte. Die wahre Geschichte ist jedoch viel seltsamer. Er befand sich gerade in einer Schlacht in den westlichen Ausläufern des Weltrandgebirges und hackte sich im dichtesten Getümmel zusammen mit seinen Jungz durch die Truppen des Imperiums, die versuchten, seine Horde davon abzuhalten, durch die Bergpässe in die Länder des Imperiums zu gelangen. Es sah ziemlich übel aus für die Miliz – eigentlich wurde sie von den Orks nur so dahingeschlachtet…

Badruk, der im knietiefen Blut watete, brüllte angesichts des Massakers wie wild vor Freude und Entrüstung. Es lebten nicht mehr viele Mensch’nz, aber was viel schlimmer war, noch weniger von ihnen waren in der Lage, ordentlich zu kämpfen! Tatsächlich war der einzige noch lebende Mensch in seiner Nähe ein verhutzelter Graubart, der sich heimlich davonzustehlen versuchte. Badruk musste bösartig grinsen, als er sah, wie der alte Mann über einen Stein stolperte und fiel. Mit geübter Leichtigkeit folgte er der Rosahaut über die vom Blut glitschigen Steine. Eine letze Kostprobe menschlichen Blutes – für heute. Der Menschling wühlte in einem alten Lederbeutel, offensichtlich auf der Suche nach etwas Wichtigem. Als er es schließlich fand, stand der Ork schon hinter ihm und hob seine Axt zum tödlichen Schlag. Da drehte sich der Menschling um, krächzte "Sigmar vergib mir" und schleuderte eine Handvoll blau glitzernden Pulvers auf den riesigen Schwarzork. Für einen Moment wurde er von magischem Glanz geblendet. Doch solch ein lächerlicher Zaubertrick sollte diesen Narren nicht vor seinem Schicksal bewahren! Mit der Macht eines Donnerschlags raste die Axt auf den Menschling herab und grub sich tief in den Schnee. Schnee? Badruk zwinkerte, um die letzten Pulverreste aus seinen Augen zu entfernen, und blickte sich verwirrt um. Kein verkrüppelter alter Menschling, keine Toten, keine Jungz. Sogar die Berge waren nicht mehr dieselben. Es gab keine Schlacht und mehr Schnee als damals, als er mit Grablag gegen die Haarigen aus dem Norden gekämpft hatte. 

Wie genau der Spruch funktionierte, wusste niemand zu sagen – vielleicht war der Tod des Hexenmeisters Teil des Zaubers. Wie dem auch sei, Badruk fand sich Hunderte Meilen von seiner Heimat entfernt wieder. Da er jedoch kein rotznäsiger Grot, sondern ein Schwarzork war (ein äußerst hinterhältiger dazu) fand er bald einen Orkstamm, den er sich unterwarf. Dann entdeckte er die Zwerge, und der Spaß ging richtig los. Seit vielen Jahren schon lebt Schäd’lspalta nun im Grauen Gebirge, wo er den Bergwerkern und Händlern von Karak Norn das Leben schwer macht. Seine kleine Horde aus Grünhäuten und sein zerschlissenes, mit Trophäen beladenes Banner sind den Zwergen ein wohlvertrauter, wenn auch unwillkommener Anblick. Die Bewohner des Grauen Gebirges behandeln ihn mittlerweile wie eine Art Naturkatastrophe, vergleichbar mit Lawinen oder schweren Regengüssen, gegen die man nicht wirklich etwas ausrichten kann. Badruk ist sogar dafür bekannt, die meisten seiner Gefangenen gehen zu lassen, damit er ein andermal gegen sie kämpfen kann. Sie zu töten, während sie gefesselt sind, macht einfach keinen Spaß, und wenn es etwas gibt, das ihm mehr Vergnügen bereitet als Gobbos herumzutreten, dann ist es ein guter Kampf gegen die Stump’nz.

Badruk (Baddie) Schäd’lspalta ... 150 Punkte

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Badruk ist ein Schwarzork-Gargboss. Er fällt unter die Kategorie Helden, zählt jedoch immer als zwei Helden-Auswahlen. Er muss genau wie hier beschrieben eingesetzt werden und darf keine zusätzliche Ausrüstung oder magische Gegenstände erhalten. Die Kosten für seine Ausrüstung und magischen Gegenstände sind bereits in seinen Punktkosten enthalten.

Waffen: Zweihandaxt

Rüstung: Schwere Rüstung

SONDERREGELN

Grünhaut-Panik ignorieren: Schwarzorks wie Badruk erwarten von ihren minderwertigen Mitkämpfern geradezu, dass sie die Flucht ergreifen, und wären sogar ziemlich enttäuscht, wenn sie es nicht tun würden. Folglich muss Badruk nie einen Paniktest ablegen, wenn Ork- oder Goblineinheiten (gleich welchen Typs), Kurbelwagen oder Snotlingschwärme vernichtet oder aufgerieben werden oder an ihm vorbeifliehen. Wenn die Einheit flieht, in der er sich befindet, flieht er ebenfalls. Die vollständigen Regeln für Panik findest du im Warhammer-Regelbuch auf den Seiten 80-81.

Stänkerei unterdrücken: Badruk muss nie für Stänkerei testen. Des Weiteren schüchtern sein tiefes Knurren und seine hasserfüllten Blicke die Einheit, in der er sich befindet, sowie alle Einheiten im Umkreis von 6 Zoll so sehr ein, dass sie jeden misslungenen Stänkereitest wiederholen müssen. Wenn auch der zweite Wurf ein Patzer ist, kann selbst seine bedrohliche Gegenwart nichts ausrichten und es muss wie üblich auf der Stänkereitabelle gewürfelt werden. Wenn Badruk flieht, kann er keine Stänkerei in anderen Einheiten unterdrücken.

Todesschlag: Badruks hat den Umgang mit seiner Axt über Hunderte von Schlachten hinweg "verfeinert" und den einfachen (aber effektiven) Todesschlag entwickelt, zu dem die Miniatur gerade ansetzt. Der mit der ehrfurchtgebietenden Kraft eines Schwarzorks ausgeführte Schlag vermag selbst den zähsten Feind unverzüglich und ziemlich blutig ins Jenseits zu befördern. Wenn du für Badruk eine 6 beim Schadenswurf wirfst, wird der Gegner auf der Stelle ausgeschaltet, egal wie viele Lebenspunkte er besitzt oder was für einen Rüstungswurf er hat. Rettungswürfe sind erlaubt. Dieser Schlag kann nur gegen maximal ungefähr menschengroße Modelle angewandt werden, wie Menschen, andere Orks, Elfen, Tiermenschen und selbstverständlich Zwerge. Er zeigt keine Wirkung gegen große Modelle wie Oger oder Drachen oder Schwärme, die aus mehreren Kreaturen bestehen. Er kann gegen Modelle auf Reittieren bzw. Monstern (nicht aber das Monster selbst!) angewandt werden, solange der Reiter selbst ungefähr menschengroß ist.

MAGISCHE GEGENSTÄNDE

STUMP’NKLUNKA

Von den vielen Trophäen, die Badruk über die Jahre hinweg gesammelt hat, ist ein fein gearbeiteter, bronzener Anhänger in Form eines Zwergenkopfs sein Lieblingsstück. Er hat nicht die geringste Ahnung, wie er funktioniert, aber er findet, dass er schön glitzert, und glaubt, dass er ihm Glück bringt. Mit Sicherheit hat Badruk schon so manch gefährlichen Kampf überlebt, seit er den Stump’nklunka bei sich trägt. Einmal pro Schlacht kann der Anhänger bewirken, dass alle Attacken eines Gegners in einer Nahkampfphase seinen Träger verfehlen. Der Spieler kann dies festlegen, nachdem der Gegner seine Trefferwürfe abgelegt hat, jedoch bevor er Schadenswürfe durchführt. Diese Fähigkeit betrifft auch alle Attacken des Reittiers, auf dem sich das Modell eventuell befindet. Es werden jedoch nur die Profilattacken plus eventuelle Boni von magischen Waffen oder zweiter Handwaffe annulliert, nicht Spezialattacken wie z.B. die Schwanzattacke eines Lindwurms.

 
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