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Saurus - Kampfmaschine von einer Echse

   

aurus - groß, schuppig, etwas zurückgeblieben, aber stark, brutal und widerstandsfähig. Irgendwo unter den Pyramiden in den dunkeln und feuchten Echsenverliesen ausgebrütet kommen sie auf das Sonnenlicht um einer großen Sache zu dienen, nämlich ihren Slann zu schützen. Dafür geschaffen zu kämpfen, erfüllen sie ihren Zweck hervorragend. Sie können nicht reiten oder Bogen schießen, aber das brauchen sie auch nicht. Nicht das ich mich über neue Miniaturen nicht freuen würde, ein Sauruskrieger auf der Kampfechse, oder mit dem Langbogen... Das wäre echt was... Aber was nicht geht, geht eben nicht . Kurz und bündig, die Saurus sind hervorragend dazu geeignet große und tiefgestaffelte Infanterie-Regimenter zu bilden. Infanterie... Ich liebe dieses Wort, das ist übrigens allgemein meine Vorliebe in Warhammer , diese große Kohorten, Legionen, Phalangen, die sehen immer so super aus, besonders in meiner Imperiumsarmee, aber das ist eine andere Geschichte, die kommt noch irgendwann...
urück zu Saurus. Dem Hintergrund nach, zumindest aus meiner Sicht, werden die Heeren von Lustria und Zlatlan hauptsächlich aus Sauruskriegern aufgebaut. Wenn wir uns die Überlieferungen der Reisenden mal zu Gemüte führen , können wir es deutlich darin herauslesen , die Beschreibungen der Armeen auf dem Marsch beschränken sich fast immer auf die Sauruskohorten, Skinks übernehmen dabei eine andere Rolle, die auskundschaften die Gegend, locken den Gegner an, schießen ihn ab usw. Aber das Schicksal des Gefechts wird immer von den Saurusregimentern entschieden. Sie kommen immer zuletzt, aber wenn sie da sind, sind sie nur sehr schwer loszuwerden. Ich habe schon sehr oft erlebt, wie schwere Kavalerieregimenter sich die Zähne daran ausgebissen haben , und wenn sie dann weiterkamen, dann waren es keine Regimenter mehr, sondern einzelne Modelle. Keine Skinks , nicht einmal mit Kroxigors, keine Echsenreiter werden den Angriff der bretonischen Rittern in der Lanzenformation überstehen. Mit 75% Wahrscheinlichkeit fliehen sie letztendlich , oder sie werden in der nächsten Nahkampfphase ausgelöscht. Geschweige von Chaosrittern, da wird es ganz kritisch um unsere Skinks. Für solche Aufgaben stehen immer die Saurus bei mir, ausser die Skinks spielen dabei die Schild-Rolle.
ch hatte mal extra experimentiert, 10 Rittern greifen 10 Saurus 10 Mal an, keine Champions, keine Musiker, keine Standarten, keine magische Gegenstände, nix... Mann gegen Mann, so wie es sich gehört, zwei Reihen Bretonen auf zwei Reihen Krieger 5x2. Ritter des Königs (39 Pkt.) gegen die Sauruskrieger mit Handwaffen (15 Pkt.) Eine absolut saubere Sache... Und jetzt Statistik: 1 Mal waren die Saurus letztendlich geflohen, sie haben kein einziges Mal gewonnen (würde ja auch kein Mensch glauben), aber !!! in den neun verbliebenen Gefechten waren es nur drei Mal mehr als vier Bretonen geblieben (einmal fünf, einmal sechs). Das heisst zusammengefasst - 10 Saurus 150 Pkt. haben 6 Mal (60% Wahrscheinlichkeit) dafür gesorgt, dass der Gegner !wenigstens! 60% seiner Streitkräfte 39x6=234Pkt verloren hatte. Einmal war nur ein einziger Ritter auf dem Feld geblieben, war knapp oder?.. Also 150 für 234, das ist eine Steigerung um 50% . Und jetzt zu einem richtigen Spiel - 10 Ritter ist eigentlich eine normale Größe für eine Ritter-Regiment, aber die Saurus, zumindest bei mir, laufen in mindestens 15 Mann Gruppen, am liebsten aber 20-30 !!! Dann stehen ja die Chancen noch besser. Allgemeine Tendenz , die ich feststellen konnte war, wenn das Sauruskrieger-Regiment die gleiche Punkteanzahl wie das Regiment des Gegners hat, liegen die Chancen , dass letztendlich die Echsen gewinnen bei 70-75%, unabhängig jetzt von Arten oder Völkern, es ist eben mein allgemeiner Eindruck, ich kann mich allerdings auch geirrt haben, aber ich denke viele werden mir da zustimmen.
ber was bedeutet es dann ? Sind die Echsen-Saurus untergepunktet?... Kann das sein ? Es wird bei Games-Workshop auch getestet, und es gibt bestimmt auch Kriterien, nach denen die Punkte vergeben werden. Aber ich stelle immer wieder fest, dass bestimmte gleiche Kombinationen von Eigenschaften und Fertigkeiten im Zusammenhang mit der Armee , dem Profil usw. eine ganz andere Wirkung ergeben, und das ist wahrscheinlich eine der schönsten Sachen am Spiel überhaupt... Aber ich möchte mich jetzt nicht desto trotz den Zahlen zuwenden, um verschiedene Schwere-oder-Elite-Infanterie-Regimenter zu vergleichen:

Schwere Infanterie - Vergleich
Einheit ## B KG BF S W LP I A MW Pkt
Saurus m. Handwaffe 1 4 3 0 4 4 1 1 2 8 15
Chaoszwerg 1 3 4 3 3 4 1 2 1 9 14
Ritter zu Fuss 1 4 4 3 4 3 1 4 1 7 12
Zwerg-Hammerträger 1 3 5 3 4 4 1 3 1 9 15
Bestigor 1 4 5 3 4 4 2 3 1 7 18
Schwarze Garde 1 5 5 4 3 3 1 7 1 8 15
Weisse Löwen 1 5 5 4 4 3 1 6 1 8 16
Chaosbarbaren 1 4 6 6 4 4 1 6 2 9 16

a können wir jetzt aber ganz klar sehen, ob der Sauruskrieger im Spiel untergewertet ist. Durchnittliche Bewegung, das niedrigste Kampfgeschick, kann überhaupt nicht schießen, Durchnittswerte bei der Stärke, der Widerstandsfähigkeit und Moral, niedrigste Initiative von allen (könnte man ja einschlafen) und !zwei Attacken! Diese zweite Attacke, in Verbindung mit der "Kaltblütig"-Sonderregel macht, meiner Meinung nach, die Sauruskrieger zu dem , was sie sind. Und tatsächlich , wenn das Regiment angegriffen wird, dann spielt die Intiative sowieso keine große Rolle, Kampfgeschick, na ja, wenn ich nur mit einem Punkt da unter dem Durchschnitt liege, dafür aber zwei Attacken habe und bei den Psychologie-Tests drei Würfeln rollen darf, dann entscheide mich für niedrige KG-Werte. Solche Einheiten sind für Nahkampf gedacht, also interessiert es mich nicht, wie gut sie schiessen können. Fazit: unterbewertet sind die Sauruskrieger nicht unbedingt, und wenn schon, dann nicht besonders stark, aber im Vergleich zu vielen anderen Schwere-Infanterie-Einheiten besitzt er über eine glücklichere Zusammenstellung aus Eigenschaften, die den Saurus letztendlich hilft, den massiven Gegnerangriffen länger zu widerstehen (s.Kaltblütig), und ihn auch im Kampf stark zu dezimieren (s.2 Attacken)
ewaffnung... Ganz klar, mit den Eigenschaften und Einsatzzielen sind die Saurus dazu geschaffen, mit den Speeren zu kämpfen. Die Speere kosten zwar einen Punkt mehr, aber dafür darf die zweite Reihe auch kämpfen, was die Effizienz enorm steigen lässt. Ich weiss, dass ich damit nichts neues sage, aber ich sage es trotzdem, da die meisten Armeen, die ich gesehen haben, basieren doch auf den Saurus mit den Handwaffen. Der Grund ist klar, die Handwaffen-Saurus sind in der Grundbox vorhanden, außerdem gibt es haufenweise Warhammer-Spiele , die ihre Saurus-Krieger aus dem Box loswerden wollen, weil sie eben keine Echsen spielen. Die mit den Speeren gibt es nur in Zinn, entsprechend ziemlich teuer. Ich habe mir aber doch ein Regiment (30 Saurus) zusammengestellt, sie sehen einfach viel zu gut aus mit den Speeren. Außerdem gibt es hier eine einfache Möglichkeit, an der ich übrigens gerade arbeite. Und zwar - die Plastik-Saurus lassen sich sehr leicht umrüsten. Handwaffen werden abgeschnitten, ein Loch durch die Hand gebohrt und ein dicker Kupfer- oder Stahldraht (Länge 4.5-5 cm) als Speer reingesteckt, paßt perfekt, sieht gut aus. Schon hat man mit minimalen Aufwand eine umgebaute Einheit in der Armee.
inheiten aus Saurus platziere ich meistens in der Mitte des Schlachtfeldes, ausser ich spiele defensiv und ich muss mir was einfallen lassen und dabei nicht unbedingt schnell sein. Ansonsten eignen sich langsame und träge Saurus nicht unbedingt für die Flanken. Ausserdem habe ich da immer so ein ungutes Gefühl, wenn meine Armeemitte nicht von einer undurchdringlichen Reihe an Sauruskriegern geschützt ist. Aber diese Fragen habe ich schon woanders behandelt . Mehr dazu unter Formationen
usammenfassung... Saurus sollten in großen, tiefgestaffelten Regimentern eingesetzt werden (nicht unter 15 Kriegern), auf jeden Fall mit Champion, Musiker und Standartenträger. Bewaffnung - Speere, Speere und Speere... und Schilde allerdings auch nicht vergessen. Die Einheiten sollen an Schlüsselstellen platziert werden, wo sie sich eine ganze Weile dem Angriff des Feindes widerstehen können, eignen sich brillant dafür, bei bestimmten Landschaften Engpässe zu verteidigen. Auf dem offenem Feld können sie allerdings von den schnelleren Einheiten leicht ausmanövriert werden, daher empfiehlt es sich in so einem Fall eine ausgewogene Aufstellung der Armee. Man sollte versuchen die Flanken der Saurusregimentern zu sichern, die Echsenreiter sind wie geschaffen dafür. Also dicht zusammenbleiben, langsam aber sicher vorrücken. Echsenmenschen sind keine Waldelfen, sie sollten sich nicht auf dem Feld zerstreuen lassen, es könnte verhängnisvolle Folgen für sie haben.

 
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